Nephrologie / Dialyse

Die Nephrologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin. Der Nephrologe befasst sich mit Erkrankungen der Niere, einem wichtigen Entgiftungsorgan des Körpers. Die Nieren können in ihrer Funktion auf vielfache Weise gestört sein. Der Experte unterscheidet zwischen Ursachen, die der Niere vorgeschaltet sind (prärenale Nierenfunktionsstörung), Erkrankungen der Niere selbst (renale Nierenfunktionsstörung) und Erkrankungen, welche der Niere nachgeschaltet sind (postrenale Nierenfunktionsstörung).

Nephrologie

Allgemeine Informationen

Bei schweren Funktionsstörungen der Niere ist die Dialyse eine wichtige Therapiemöglichkeit

Bekannte Krankheitsbilder aus dem Gebiet der Nephrologie sind die Glomerulonephritis (Entzündung der Filtrationskörperchen) und die Pyelonephritis (Entzündung, Infektion des Nierenbeckens sowie des Nierengewebes). Nierenfunktionsstörungen sind oft mit Bluthochdruck (Hypertonie), Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes und des Säure-Base-Gleichgewichts, der Blutarmut (renale Anämie) und Verkalkungsstörungen des Knochens (renale Osteomalazie) vergesellschaftet. Bei schweren Funktionsstörungen der Niere ist oftmals ein Dialyseverfahren (Hämodialyse, Peritonealdialyse) neben der Nierentransplantation die einzige Therapiemöglichkeit.

Der Nephrologe kann Ihnen zu folgenden Symptomen, Krankheiten, Untersuchungen und Behandlungen Auskunft geben:

  • Bluthochdruck
  • Dialyse
  • Nierenversagen
  • Glomerulonephritis
  • Nierenerkrankungen
  • Nierentransplantation
  • Nephropathie
  • Pyelonephritis
  • Elektrolythaushalt
  • Säure-Basen-Gleichgewicht
  • Erkrankungen der Blase

Dialyse

Die Niere ist ein paarweise vorhandenes, bohnenförmiges OrganDie Niere ist ein bohnenförmiges Organ, welches als Paar angeordnet ist. Die Hauptaufgabe der Nieren ist die Entgiftung und Regulierung von Wasserhaushalt und Blutdruck. Die beiden Nieren filtern, reabsorbieren und konzentrieren die körpereigene Flüssigkeit und bilden Harn daraus. Zudem steuert die Niere die systemische Blutdruckregulation und die Erythropoese (Bildung der roten Blutkörperchen).

Die Folgen einer Nieren-Erkrankung hängen von der Art und Schwere der Nieren-Funktionsstörung ab. Die Symptome sind oft unspezifisch und Schmerzen treten selten auf. Mögliche Beschwerden sind:

  • Rasche Ermüdbarkeit
  • Leistungsknick
  • Geschwollene Beine/Lider (Ödeme)
  • Schäumender Urin
  • Blut im Urin
  • Muskelkrämpfe
  • Juckreiz

Die Nieren-Heilkunde beinhaltet die Prophylaxe, Erkennung und individuelle Behandlung der verschiedenen Nieren-Erkrankungen. Eine frühzeitige Behandlung kann helfen die Nieren-Funktion zu erhalten und eine Nieren-Ersatztherapie zeitlich hinauszuzögern. Das Kompetenzzentrum für Nephrologie – Innere Medizin behandelt Patienten in jedem Stadium ihrer Nieren-Erkrankung, vom ersten auffälligen Urinbefund bis zur Nieren-Ersatztherapie. Dabei verfolgt Ihr Facharzt für Nephrologie das übergeordnete Ziel, das Nierenversagen zu verhindern und Folgeerkrankungen vorzubeugen.

Allgemeine Informationen

Nieren-Funktionsstörungen führen oft zu Bluthochdruck (Hypertonie), Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes sowie des Säure-Base-Gleichgewichts. Auch Blutarmut (renale Anämie) und Verkalkungsstörungen des Knochens (renale Osteomalazie) können durch Funktionsstörungen der Niere entstehen. Bekannte Krankheitsbilder aus dem Gebiet der Nephrologie sind die Glomerulonephritis (Entzündung der Filtrationskörperchen) und die Pyelonephritis (Entzündung, Infektion des Nierenbeckens sowie des Nierengewebes). In der Nephrologie werden zur Behandlung oftmals Dialyse-Verfahren (Hämo-Dialyse, Peritoneal-Dialyse) eingesetzt. Die Dialyse (Blutwäsche) ist neben der Nierentransplantation die einzige Therapiemöglichkeit.

Leistungen des Kompetenzzentrums für Nephrologie – Innere Medizin

1) Diagnostik und Betreuung akuter und chronischer Nierenerkrankungen

Für die Diagnose und die Behandlung stehen alle Möglichkeiten der modernen Inneren Medizin und Nephrologie zur Verfügung. Bei den diagnostischen Möglichkeiten und Kompetenzen handelt es sich im Detail um eine ausführliche Erhebung der bisherigen Krankheitsgeschichte, Durchführung eines kompletten internistischen Ultraschalls mit Sonographie der Bauchorgane und Nieren, der Farbdoppleruntersuchung der Nierenarterien, Durchführung und Interpretation des EKG (Elektrokardiogrammes) sowie Langzeit-Blutdruckmessung, differenzierte Harnanalytik, unmittelbare Bestimmung von Laborwerten in der Praxis mit Blutgasanalyse, Kalium, Hämatokrit und Urinanalyse, Speziallaboruntersuchungen in Kooperation mit Laborärzten, Durchführung von Bluttransfusionen, Dialysen, Ernährungsberatung sowie Transplantationsvorbereitung und –Nachsorge.

2) Diagnostik und Behandlung der Bluthochdruckerkrankung

Da der Bluthochdruck ein deutlicher Risikofaktor für Herzinfarkt, Schlaganfall und Nieren-Funktionsminderung ist, sind eine rechtzeitige Erkennung und entsprechende therapeutische Maßnahmen von hoher Bedeutung. Wichtig ist die diagnostische Unterscheidung um welche Art von Bluthochdruck es sich handelt. Zu unterscheiden sind die primäre Form, die 90% der Patienten mit Bluthochdruck betrifft, und sekundäre Formen, denen eine andere Erkrankung zugrunde liegt. Sollte eine weitere Abklärung notwendig erscheinen, stehen in der Praxis für Nephrologie – Innere Medizin alle modernen diagnostischen Mittel zur Verfügung. Im Detail bietet Ihr Nephrologe die Farbdoppleruntersuchung der Nieren-Arterien und differenzierte Sammelurin- und Blutanalysen, die Hinweis auf sekundären Bluthochdruck geben, an. Mit Hilfe von Langzeitblutdruckmessungen erfolgt eine engmaschige Kontrolle und Therapieeinstellung aller Bluthochdruckformen.

3) Blutplasmareinigung bei schwersten Fettstoffwechselstörungen

In manchen Fällen liegt eine sehr ausgeprägte, meist erblich erworbene Form der Fettstoffwechselstörung vor, die zum Teil mit Medikamenten allein nicht in den Griff zu bekommen ist. Da gerade diese Patienten ein stark erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall haben, gibt es die Möglichkeit durch eine spezielle Apherese, einer Art von Blutwäsche, die erhöhten Blutfettwerte zu senken. Wir bieten dieses Verfahren mit der entsprechenden Diagnostik ebenfalls in unserer Praxis für Nephrologie – Innere Medizin an.

4) Nierenersatztherapie – auch für Städteurlauber

Die Nieren-Ersatztherapie wird mit modernsten Dialyse-Maschinen durchgeführtFür den Fall der Notwendigkeit einer Nieren-Ersatztherapie bietet unsere Praxis für Nephrologie – Innere Medizin alle gängigen Methoden an. Wir verfügen über insgesamt 34 Hämodialyseplätze mit modernsten Dialyse-Maschinen. Es gibt bei uns 1-4 Bettzimmer und jeder Platz ist mit einem Fernseher ausgestattet. Zudem besteht auch die Möglichkeit der W-Lan Nutzung.

Zu den angebotenen Verfahren der Dialyse gehören die Hämo-Dialyse und Hämodiafiltration, Highflux- und biocompatible Dialysatoren, Bicarbonat-Dialyse, Dialyse-Behandlung für Hepatitis B- und Hepatitis C- positive Patienten und Urlaubs-Dialysen. Ebenfalls bieten wir die Einleitung und Betreuung von Patienten mit Bauchfell-Dialyse an. Wir versuchen mit Ihnen gemeinsam, das für Sie individuell beste Dialyse-Verfahren zu finden. Weiter kümmern wir uns um die Anlage und weitere Versorgung der notwendigen Dialyse-Fistel. Hierfür besteht eine enge Kooperation mit sehr kompetenten und verlässlichen Gefäßchirurgen. Mittels Ultraschalluntersuchungen (farbcodierte Duplexsonographie) wird die Dialyse-Fistel im weiteren Verlauf überwacht.

Mehr Information zu diesem Thema finden Sie auch unter Krankheiten und Symptome.
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