Der HNO Facharzt befasst sich mit der Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen des Kopfes und Halses, darunter vor allem der Ohren, der Nase und des Rachens. Ein wichtiges Teilgebiet ist die Allergiediagnostik, da insbesondere bei vielen Erkrankungen der Nasennebenhöhlen (Polypen, chronische Sinusitis) die Ursache eine bekannte oder eine versteckte Allergie sein kann.
Ansprechpartner
- Prof. Dr. med. Harald Enzmann
- Dr. med. Ilkay Kazak
- Dr. med. Sabine Schmidt
- Dr. med. Karin Gerlach
Diagnostik, Behandlung und Nachsorge sind eng aufeinander abgestimmt und bleiben während der gesamten Genesung in der Hand unserer Spezialisten.
Allgemeine Informationen
Hier finden Sie Informationen zu den häufigsten Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen:
- Akustikusneurinom
- Angina, Mandelentzündung, Tonsilitis
- Mittelohentzündung, Otitis media
- Nasenbluten
- Nasennebenhöhlenentzündung, Sinusitis
- Nasenpolypen
- Ohrentzündung äußerer Gehörgang, Otitis externa
- Ohrensausen, Tinnitus
- Schnupfen, Rhinitis
- Schwerhörigkeit
Krankheit: Tinnitus
Synonym: Ohrensausen, Ohrgeräusche
Definition
Unter dem Begriff Tinnitus versteht man die Wahrnehmung eines Geräusches, welches nicht von einer äußeren Schallquelle stammt. Das subjektiv wahrgenommene Geräusch kann ein Pfeifen, Summen, Brummton, Zischen, Rauschen, Knacken oder Klopfen sein.
Überblick, Ursache und Risikofaktoren
Etwa 10 - 20 % der Bevölkerung sind dauerhaft von Tinnitus betroffen. Vor allem ältere Menschen geben bis zu 40% an, ständig Ohrgeräusche wahrzunehmen. Tinnitus kann durch ständige Lärmbelastung oder plötzliche starke Lärmeinwirkung (Knalltrauma), durch einen Hörsturz, einen Virus oder eine Innenohrerkrankung ausgelöst werden. Häufig spielt Stress beim Entstehen eines Tinnitus eine Rolle. Auch können Probleme mit der Halswirbelsäule oder im Zahn-Kiefer-Bereich auslösende Ursachen sein.
Symptome
Das beim Tinnitus wahrgenommene Geräusch kann in seiner Intensität gleich bleibend oder an- und abschwellend sein. Es kann auch einen rhythmisch-pulsierenden Charakter aufweisen.
Prävention
Eine chronische oder akute starke Lärmbelastung sollte vermieden werden, ebenso Stress und nächtliches Zähneknirschen (Bruxismus).
Diagnose
Der Arzt stellt die Diagnose aufgrund der geschilderten Symptome und der Untersuchung des Patienten. Wichtige organische Erkrankungen sollten ausgeschlossen (Innenohrerkrankung, Akustikusneurinom, Missbildungen der Kopfgefäße, Durchblutungsstörungen im Hals- oder Kopfbereich) werden. Durch eine Blutuntersuchung werden weitere Krankheiten ausgeschlossen wie Gerinnungsstörungen, Anämie, Fettstoffwechselstörungen, Infektionen oder Autoimmunprozesse. Untersuchungen bei der Abklärung des Tinnitus sind:
HNO-fachspezifische Untersuchungen
- Klinische HNO-ärztliche Untersuchung
- Audiometrie
- Hirnstammaudiometrie (BERA, BAER)
Bildgebende Untersuchungen
- Magnetresonanztomographie (MRT) des Schädels mit oder ohne Gefäßdarstellung
- Computertomographie (CT) des Schädels mit oder ohne Gefäßdarstellung
Internistische, kardiologische Untersuchen
- Blutuntersuchungen
- Blutdruckmessung, 24-Stunden Blutdruckmessung
- Echokardiographie
Neurologische Untersuchung
Behandlung - Therapie
Die Therapie ist abhängig von den Symptomen und Befunden und umfasst:
- Bei organischer Ursache eine ursächliche Therapie.
- Bei nicht feststellbarer organischer Ursache ist oft eine sogenannte symptomatische Therapie hilfreich. Methoden, die helfen zu entspannen, Stress abzubauen und die die eigenen Ressourcen fördern. In schweren Fällen kann der Einsatz eines speziellen Hörgerätes (Tinnitusmasker, Noiser) in Erwägung gezogen werden.
Prognose
Liegt keine ursächlich behandelbare Krankheit vor, so gilt je länger (mehr als 3 Monate) der Tinnitus besteht, desto höher ist jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass er dauerhaft bestehen bleibt. Für die Prognose spielt die Lautstärke des Tinnitus keine Rolle. Einige Patienten sind schwer vom Leiden betroffen, während andere offenbar relativ gut damit umgehen können.
Komplikationen
Komplikationen im eigentlichen Sinne gibt es keine bei Tinnitus, sofern keine organische Ursache vorliegt. Häufig ist der Tinnitus vergesellschaftet mit:
- Schwerhörigkeit (Hypakusis)
- Hörsturz
- Schlafstörungen
- Schwindel (Vertigo)
Kontaktieren Sie einen Arzt, wenn
- pulssynchrone Geräusche
- Gefühlsstörungen im Kopfbereich
- Lähmungen im Kopfbereich
- Schwerhörigkeit
auftreten.
Mehr Information zu diesem Thema finden Sie auch unter Krankheiten und Symptome.


